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Weitere Migranten gestorben

Italien
26.11.2017
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Mindestens 50 Migranten sterben bei Bootsunglücken im Mittelmeer
Bei mehreren Bootsunglücken vor der libyschen Mittelmeerküste sind in den vergangenen Tagen mindestens 50 Migranten ums Leben gekommen. Mehrere hundert Menschen seien gerettet worden, berichteten Behörden und Hilfsorganisationen. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) bezeichnet das Mittelmeer in einem Bericht als die «mit Abstand tödlichste Grenze» weltweit.
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Als «tödlichste Grenze» weltweit wird das Mittelmeer mittlerweile bezeichnet. Erneut treiben vor der Küste leblose Körper im Wasser. Hunderte Migranten werden vor dem Ertrinken gerettet. Sie sind gezeichnet von den Zuständen im Bürgerkriegsland Libyen.

Rom/Tripolis (dpa) - Am Samstag habe die libysche Küstenwache rund 60 Kilometer westlich der Hauptstadt Tripolis einen Notruf aufgefangen, sagte der Sprecher der Küstenwache, Ajub Kassem. Etwa 30 Menschen hätten nur noch tot aus dem Wasser geborgen werden können, nachdem ihr Schiff bei starkem Seegang gekentert sei. 44 Migranten vor allem aus Somalia seien gerettet worden. Kurz darauf seien an gleicher Stelle mehr als 110 Migranten von einem anderen Flüchtlingsboot aufgenommen und zurück nach Libyen gebracht worden.
Das von Sea Watch zur Verfügung gestellte Foto zeigt mehrere Flüchtlinge, die am 25.11.2017 im Hafen von Trapani (Italien) sitzen, nachdem sie zuvor von der deutschen NGO See Watch gerettet wurden.

Ein Sprecher des UN-Flüchtlingswerkes UNHCR berichtete der Deutschen Presse-Agentur am Samstag von einem weiteren Zwischenfall in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag. Dabei seien etwa 20 Migranten ertrunken, als sie über Bord eines überfüllten Schlauchbootes gegangen seien. Dies hätten Gerettete aus dem Boot berichtet, die am Samstag in Augusta auf Sizilien an Land gegangen seien.

Seit Mittwoch waren der italienischen Küstenwache und Hilfsorganisationen zufolge mehr als 1100 Menschen gerettet worden. «Die Menschen, die mit der jüngsten Welle angekommen sind, befinden sich in einem sehr schlechtem Zustand», sagte der UNHCR-Sprecher. Viele Migranten, die sich monatelang bis zu eineinhalb Jahre in libyschen Haftzentren befunden hätten, seien dehydriert und wiesen Spuren von Folter und Gewalt auf.

Die Vereinten Nationen hatten kürzlich ein dramatisches Bild von den Zuständen in den Haftzentren in Libyen gezeichnet und die EU-Hilfen für die libysche Küstenwache zum Abfangen von Migranten kritisiert. Nach libyschen Angaben befinden sich in den Lagern 19 900 Menschen. Im September waren es 7000 gewesen.

Bilder von Menschenrechtsverletzungen aus Libyen müssten jeden zum Handeln aufrufen, sagte Italiens Regierungschef Paolo Gentiloni am Wochenende in Tunesien, wo er auch den UN-Sondervermittler für Libyen, Ghassan Salamé, traf. «Die Situation ist schwierig, zerbrechlich.» Das Ziel müssten Wahlen 2018 in Libyen sein. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR und die Internationale Organisation für Migration müssten davon profitierten, dass sich die libyschen Behörden «nach und nach öffnen».

Im östlichen Mittelmeer kam ein etwa zehnjähriges Kind beim Versuch von Migranten um, aus der Türkei zur griechischen Insel Lesbos überzusetzen. Die anderen 66 Migranten wurden von einem Boot der europäischen Grenzschutzagentur Frontex nach Lesbos gebracht. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen der griechischen Küstenwache erfuhr, soll das Kind erdrückt worden sein, als alle Migranten gleichzeitig auf das Boot der Frontex gelangen wollten. Am Vortag hatten die Frontex und die griechische Küstenwache gut 90 Migranten vor den Inseln Chios und Lesbos aufgegriffen. Seit Jahresbeginn kamen auf griechischen Inseln rund 27 000 Migranten an.

Hilfsorganisationen beklagen eine zunehmende Behinderung bei der Suche nach Flüchtlingen vor Libyen auf hoher See. Am Samstag wurde das Rettungsschiff «Aquarius» aber zu einem Holzboot in Seenot geschickt und rettete mehr als 400 Menschen, wie die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen mitteilte.

Die Internationale Organisation für Migration (IOM) bezeichnete das Mittelmeer als die «mit Abstand tödlichste Grenze» weltweit: In diesem Jahr sind rund 3000 Migranten bei dem Versuch umgekommen, mit seeuntauglichen Booten Europa zu erreichen. Nach den jüngsten Schiffbrüchen dürfte die Zahl noch höher liegen.

 

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