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Spanien finalt vier zu nuuuull

Europa, Kiew
29.06.2012
Von Maria von Stern    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Finaaaaalööööööö - Endstand 4:0 für Spanien gegen Italien
Traumtore. Sie haben sich's verdient. Und Italien hat es sich auch verdient. Parteiisch: Der Ticker zum Nachlesen.
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Das ist das letzte Mal dieses Jahr, dass wir den Tatort dran geben müssen. Absehbar ist der Spielverlauf des Finales 2012: Spanien spielt mit dem Ball, Italien schaut zu, irgendwann kippt Balotelli ermattet oder mit Ganzkörperkrampf um, und Xabi macht ihn rein. Grandios, das spanische Spiel, grandios langweilig. Hoch motiviert nicht einzuschlafen: Der Ticker.

Da Deutschlands Fans wohl nie, nie, nie wieder Nudeln und Pizza essen werdem, sind kurz nach dem Abpfiff der Partie gegen Italien die Aktienwerte aller börsennotierten Nudel- und Pizzateigfabrikanten abgestürzt. Die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten haben für den 32. Juli 2012 einen Krisengipfel einberufen, der unter Espressomaschinen-Hochdruck beraten soll, ob Tortellini und Co unter einen Rettungsschirm passen und wenn ja, mit welcher Sauce...

Nun gut, ich gebe zu: Ja, der Schmerz sitzt tief. Gegen Italien. Gegen Balotelli. Gegen dieses fleischgewordene Comic-Monster, mehr Echse als Mensch. Gegen Buffon, der spielsüchtige alte Mann. Nein, das ist nicht zu verkraften, das gilt es bei nächster Gelegenheit zu rächen.
Heiß aufs Spiel: Italiens Towart Buffon im Abschlusstraining.

Ist Spanien also das Mittel zum Zweck, der gedungene Täter? Normativ ja, faktisch: vielleicht. Denn ein Tikki-Takka-Spielverhalten kann nicht Grundlage für ein klares Ja sein, ein "Ja, sie machen Italien fertig". Spanien macht mich fertig, bevor sie überhaupt auflaufen und zu ihrer Hymne ohne Text schweigen. Bevor sie - Tikki oder Takka - ihr Tor auslosen.

Das Traumergebnis wäre: Spanien hypnotisiert Italien in einen Raum außerhalb dieser Welt und unserer Zeit, sie spielen und spielen ewig, sie werden zur ewigen Qual für Balotelli, für Buffon und Co. Deren Blau wird blasser, verblasst. Squadra... wer nochmal?

Die Aufstellung Spaniens: 
Casillas (Tor) - Arbeloa, Piqué, Sergio Ramos, Jordi Alba - Busquets - Xavi, Xabi Alonso - Silva, Iniesta - Fabregas; auf der Reservebank: Reina (Tor), Victor Valdes (Tor), Raul Albiol, Javi Martinez, Jesus Navas, Juanfran, Santi Cazorla, Fernando Torres, F. Llorente, Mata, Negredo, Pedro; Trainer: del Bosque

Die Aufstellung Italiens: Buffon (Tor) - Balzaretti, Barzagli, Bonucci, Chiellini - Pirlo, de Rossi - Marchisio, Montolivo - Balotelli, Cassano; auf der Reservebank: de Sanctis (Tor), Sirigu (Tor), Abate, Ogbonna, T. Motta, Nocerino, Borini, di Natale, Diamanti, Giaccherini, Giovinco; Trainer: Prandelli

Hätte Löw in ein Kloster pilgern müssen? Hätte die Elf wie Spanien ganz schweigen oder brünstig, Verzeihung, inbrünstig wie Italien singen müssen? Hätte Prandelli sehr, sehr konzentriert in der Nase bohren müssen oder Balljungen das Spielzeug wegnehmen? Hätten sich Klose oder Gomez die Haare so schön machen müssen wie Mario "der Echse" Balotelli? Oder... was sie auch sagen und zeigen im Fernsehen, ich komm nicht drüber weg, dass das jetzt SPANIEN gegen ITALIEN sein soll.

Vom Regen in die Traufe, Pest gegen Cholera, Nicht Sein oder Nicht Sein, Weder Fisch noch Fleisch, den Ball vor lauter spanischen Kurzpässen nicht sehen...
Das schönste Souvenir dieses Turniers, der Topf am Ende des Regenbogens.

Das Finale wird von einem Auftritt des Ukrainischen Fernsehballetts eingeleitet, als Musik wird ein Medley der Bond-Filme eingespielt. . Fußballszenen, der Anpfiff, ein Torschuss, gähn. Dann eine Sängerin in Regenbogenfarben. Wissen Sie, wo der Goldtopf am Ende des Regenbogens steht? Oder wann der Didel-Dödel-Schmarrn hier aufhört? Ach, das weiß nur Buffon? Ja dann weiß ich Bescheid.

Angepfiffen. Löw von seiner Nation, das Spiel vom Portugiesen.

Den Ball vor lauter Silva nicht sehen: In der 14. Minute schnappt sich der Zwerg den Ball und läuft über sieben Hügel hin zu Schneewittchen Buffon... und er ist tauendmal schöner als der! Tor für Spanien, es steht 1:0 für die Rasselbande.

Die größte Chance für Italien bisher in der 33. Minute, doch Iker "Die Spinne" Casillas hat was dagegen, dass etwas in seinem Netz zappelt. Und hält!

Bela Rethy erklärt, dass man den Bruder von Balotelli an der Frisur als dessen Bruder erkennen könne. Steile These.

Steilpass von Casillas auf Xavi, der auf  den quer übers Feld gespurteten Alba passt, der ihn rein macht! "So hab ich nicht gewettet", mag Buffon denken, tjaaaaahaaaaaaaaaaa! Es steht 2:0, und fest steht ab jetzt, dass ich persönlich für Spanien bin. In der Not frisst der Teufel Fliegen.

Halbzeitpause: Bela Rethy meint, dass Italien die Pause braucht, um sich zu fangen. Wenn schon nicht den Ball, dann wenigstens sich. In den Nachrichten will Thatcher ihr Geld zurück. Spanien hat zwar kein Geld, das es zurück fordern könnte, aber den Pott würden sie gern wieder mitnehmen. Eh lästig genug, dass sie das schicke Ding für dieses Turnier hergeben mussten. Gute Besserung an den Elf-Freunde-Server!

Anpfiff zur zweiten Halbzeit. Italien scheint beschlossen zu haben, mehr zu stürmen. Stürmen dann auch gleich mal, erst ein Rohrkrepierer rechts außen, dann ein Torschuss vom eingewechselten Di Natale. Spanien scheint aber auch in eine ähnliche Richtung zu gehen mit ihrer Taktik, gehen jedenfalls im Konter rasant wie ein... wilder Stier, guter Film übrigens, auf Buffon los. Fabregas, Hacke, Spitze, Ball voran, grad noch ein italienischer Hax dazwischen.
Mit der Muße, einen Witz quer über den Platz zu brüllen Spaniens Coach del Bosque.

Motta hat Schmerzen, große Schmerzen, und wird in der (römischen) Sänfte vom Platz getragen. Italien hat schon alles ausgereizt an Einwechslungen. Ab jetzt sehen wir: Überreizt gegen Übermotiviert. 30 Minuten in Unterzahl bei zwei Toren Rückstand, hasta la vista.

Del Bosque quält Prandelli subtil: wechselt den Stürmer Fabregas gegen den Stürmer Torres aus. Ja, schon klar, sie können es sich leisten. Lebst du noch, oder spielst du schon in Überzahl.

Spanien nutzt die Zeit jetzt als Trainingseinheit vor vielen Zuschauern. Zehn Minuten noch, langsames Auslaufen mit Ball und Schlümpfen in Blau. Und noch ein kleines Tor, weil das einfach dazu gehört zur gesunden Work-Life-Balance. Drei zu Null in der 84., und 4:0 in der 88. Schließlich hat man ja einen weiten Weg zurückgelegt, und wenn man dann schon mal da ist, dann will man freilich auch was erleben. Ja, vollstes Verständnis.

Italien wirkt, als würde es sie nicht mehr geben. Wie war das, ich hatte mir doch gewünscht, dass Italien in einen Raum außerhalb dieser Welt gespielt wird, dass das Blau der Azzurri blasser wird, verblasst... Squadra... wer nochmal?

Mit 4:0 vom Platz gefegt verliert Italien. Mit 4:0 lässt sich Spanien ein "siehe oben" in die Trophäe gravieren. Zum dritten Mal Europameister. Gratulation, ihr habt heute verdient gewonnen. Danke, Italien hat nicht gewonnen, das versöhnt so weit, dass ich morgen Pizza essen gehe. Belegt mit Rot und Gelb und Rot, Tomate, viel Käse, Tomate.

Buffon im Interview, sieht aus wie der spanische Häuptling, nur der Bart fehlt. Nein, nicht wie Casillas, wie der hier.



 

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