Skiurlaub- günstig mit FeWo-direkt
     
Hotelsuche in 
 

Schweiz des Balkans

Slowenien
Von Jürgen Herda   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Eine Tour durch das kleine Reich der Slowenen
Das ist also jetzt Slowenien. So winzig, dass ein gut genährtes Huhn darüber hinwegfliegen könnte, witzeln die Slowenen selbstironisch. Wenn es nicht vorher im Kochtopf landet, denn sie schmausen gern deftig, die zwei Millionen Schweizer des Balkans.
Galerie
Piran bei Sonnenuntergang, eines der schönsten slowenischen Küstenstädtchen.
Sloweniens beswingte Hauptstadt Ljubljana: Symbol der Stadt, der Drache.

Apropos: Nur halb so groß ist das Ländle zwischen Alpen und Adria wie die Schweiz. aber dafür haben die schlauen Slowenen den benachbarten Kroaten einen winzigen Küstenstreifen abgerungen. Den Meerzugang mussten sich die echten Schweizer schon früh abschminken – ihrem Expansionsdrang Richtung Genua schoben die Franzosen einen Riegel vor.

Die seit dem 25. Juni 1991 von Jugoslawien unabhängige Republika Slowenija hat das geschickter angestellt – schneller in der EU als die in die Sezessionskriege verwickelten Kain- und Abel-Staaten folgte die Regierung in Lubljana einer internationalen Schiedskommission, die dem Land 46,6 Kilometer Badestrände und Häfen zwischen dem Touri-Hotspot Portorož und Koper zugestand. Nach wie vor umstritten: der genaue Grenzverlauf in der Bucht von Piran (siehe eigener Artikel).

Sprachenvielfalt: Nicht nur Slovenščina
Wie die Schweiz haben auch die Alpenslawen eine Vielfalt an Sprachen zu bieten, wenn auch nicht so gleichmäßig verteilt wie bei den Eidgenossen. Neben der Amtssprache Slovenščina genießen das Italienische und das Ungarische in den jeweiligen Grenzgebieten einen besonderen Schutz. Daneben sprechen ethnische Minderheiten noch romani, kroatisch, serbisch, deutsch und gottscheerisch – eine vom Aussterben bedrohte bairische Mundart.

Die Bevölkerungsmehrheit von 57,8 Prozent bekennt sich zur römisch-katholischen Kirche – die mit 22,8 Prozent nächst größere Gruppe machte bei einer Volkszählung keine Angaben über die Religionszughörigkeit – möglicherweise eine Spätfolge des religiös aufgeheizten Jugoslawienkriegs, in dem plötzlich das Bekenntnis zum Islam oder der orthodoxen Kirche Regionen und Familien spaltete. Immerhin 10 Prozent der Slowenen bezeichnen sich als Atheisten.

So winzig das Land, so vielfältig die Landschaft – die EU lobt die hohe Bio-Diversität des zur Hälfte mit Wald bedeckten Gebietes:
  • Im Norden die Julischen Alpen mit dem Triglav-Nationalpark, dessen namengebender Berg 2863 Meter in die Höhe ragt. Die Venezianer prägten 500 Jahre lang Architektur und Kultur der Küstenstädtchen im Südwesten an der Adria am Golf von Triest – der Löwe des Dogen ist omnipräsent.
  • Jenseits einer 100 Meter hohen weißen Kalksteinwand dominiert der Karst die Landschaft hinter der Küste. Ein zerfurchtes Hochplateau, an dem sich mittelalterliche Wehrdörfer festkrallen, um nicht vom erbarmungslosen winterlichen Bora-Wind weggefegt zu werden. Tiefe Seen, unterirdische Flussläufe, pittoreske Grotten bis zu 1000 Meter unter der Oberfläche – dramatische Kulisse für Naturliebhaber, die auf rund 7000 Kilometern alpinen Wanderwegen reichlich Auslauf und in 165 Hütten Unterschlupf finden. Mutige dürfen darauf hoffen, einen der mehr als 700 Braunbären zu Gesicht zu bekommen.
  • In Richtung der barocken Hauptstadt Ljubljana/Laibach (287.000 EW) am Fluss Ljubljanica, einer jungen, kulturell quirligen Studentenmetropole, zeigt sich die Miene das Antlitz des Landes wieder milder, der Karst läuft in ein bewaldetes Mittelgebirge aus. Hier im Osten über Krka und Sava verteidigten mächtige Burgen das christliche Abendland gegen die osmanischen Invasoren. Der Weinbau ist wirtschaftlicher Mittelpunkt der Štajerska, der slowenischen Steiermark. Unter der Altstadt Maribors verbergen sich die größten Weinkeller Mitteleuropas.
  • Spaßbad Portorož.
    Die Slowenen halten es auch in puncto Sauberkeit mit den Schweizern: 37 Prozent des Landes stehen unter Naturschutz – 1,2 Millionen Bäume werden jährlich gepflanzt, gut 2000 slowenische Bauern wirtschaften ökologisch.
  • Entsprechend vielfältig präsentiert sich die slowenische Küche: Deftige Steiermark: saure Rahmsuppe, Eintopf mit Schweine- oder Hammel, Rindfleisch mit Sahnemeerrettich, mit Schweineschmalz übergossener Braten. Habsburg lässt zum Dessert mit Cremeschnitten, Palačinky und Štrudle grüßen.
  • Spezialität des Karstes: Vergessen Sie Parma und Serano, der kraški pršut ist der Geheimtipp unter Schinken-Kennern. Die Keule vom Jungschwein wird einen Monat lang in einer Lake mit Meersalz, Knoblauch und Kräutern eingelegt und anschließend im scharfen Bora-Wind ein Jahr lang luftgetrocknet. In hauchdünne Scheiben geschnitten wird die Delikatesse zu Steinofenbrot und Oliven gereicht.
  • Mediterrane Küste: Neben den klassischen Fleisch- (Ćevapčiči, Razniči, Pleskavica) und Fischplatten (diverse Meerfische, Calamari, Garnelen) drängen sich die Italiener mit Pizza und Pasta in den Vordergrund.
  • Ungarischer Osten: In der Grenzregion Prekmurje setzen sich Paprika und Gulasch durch.
  • Weinhochburgen: Seit dem EU-Beitritt versuchen slowenische Winzer mit einer Qualitätsoffensive erfolgreich mit europäischen Spitzenweinen zu konkurrieren. Die wichtigsten Anbaugebiete befinden sich im Karst und an den Weinstraßen zwischen Drau und Mur im Osten.

Touren
 

 

Kommentare zu diesem Artikel
 
Neuer Kommentar
Name *
Email * (wird nicht öffentlich angezeigt)
Kommentar
* Pflichtangaben
 
Diesen Artikel empfehlen

Absender Empfänger Nachricht (optional)
Name
E-Mail

Name
E-Mail
   
 
 
Tipps der Redaktion aus dem Reiseportal
 
REISEPORTAL
"" (, , ) ist Hauptstadt und mit 278.638 Einwohnern (2007) zugleich die größte Sloweniens.Die ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Sloweniens. Ljubljana ist Sitz des gleichnamigen römisch-katholischen Erzbistums und seit
"Maribor" (deutsch: "Marburg an der Drau") ist mit 116.769 Einwohnern (2008) (Agglomeration: 168.000) die zweitgrößte Stadt Sloweniens. Sie ist ein römisch-katholischer Erzbischofssitz und beherbergt seit 1975 die Universität Maribor.Geographie,
"Celje" (deutsch "Cilli", lateinisch "Celeia") ist mit etwa 48.081 Einwohnern (2002) die viertgrößte Stadt Sloweniens. Sie umfasst eine Fläche von 24 km². Zudem bildet Celje eine der elf "Stadtgemeinden" des Landes (siehe: Verwaltungsgliederung).
"Kranj" (deutsch: "Krainburg") ist mit 52.000 Einwohnern (2006) die drittgrößte Stadt Sloweniens und Hauptort des gleichnamigen Bezirks.LageKranj liegt auf 350 – 406 m ü.M. in der Oberkrain (Gorenjska) erhaben über einem Feld, das von
"Velenje" (deutsch: "Wöllan") ist eine Stadt mit 34.339 Einwohnern (2008) im Nordosten Sloweniens, rund 60 km nordöstlich der Landeshauptstadt Ljubljana gelegen. Zudem bildet das Umland von Velenje unter dem gleichen Namen eine der 210 Gemeinden
"Koper" (italienisch "Capodistria", deutsch "Gafers") ist die einzige Seehafenstadt Sloweniens an dessen 47 Kilometer langer Adriaküste. Koper liegt direkt südlich der italienischen Hafenstadt Triest und hat 24.704 Einwohner (2006). Der Bezirk
 
Tipps der Redaktion aus dem Nachrichtenportal
 
NACHRICHTEN
Er ist der Gott der neueren tschechischen Musik - und beileibe nicht nur der seichten Schlagermuse. Die Goldene Stimme aus Prag stammt freilich in Wirklichkeit aus Pilsen. Dass er in einem Hotel singt, ist für den 72-Jährigen, der spielend
In der Stadt an der Oder verschmolzen polnische und deutsche Einflüsse. Der polnische Krimiautor Marek Krajewski setzte in seinem Roman "Tod in Breslau" einer Ära in der wechselvollen Geschichte der schlesischen Hauptstadt ein Denkmal, in
Nach der KulTour ist beim Kulturverein Bohème immer auch vor der nächsten Fahrt. Und nach einer Oberpfalz-Erkundung ist nun wieder Westböhmen an der Reihe: Aus aktuellem Anlass fährt der KulTour-Bus am Sonntag, 2. Oktober, zum dritten Mal in die
„Das Leben ist eine Collage", sagt Karel Trinkewitz. Zwischen unzähligen Kartons mit zehntausenden von Zeichnungen, papierenen Installationen und kuriosen Fundstücken wirkt der 80-jährige Großmeister des geklebten Kunstwerks in seinem
„Das Leben ist eine Collage", sagt Karel Trinkewitz. Zwischen unzähligen Kartons mit zehntausenden von Zeichnungen, papierenen Installationen und kuriosen Fundstücken wirkt der 80-jährige Großmeister des geklebten Kunstwerks in seinem
"Schon als Schüler der Keramikschule gefielen mir die Bilder von Salvador Dalí", erinnert sich Karel Trinkewitz an die Anfänge seiner Begeisterung für surrealistische Künstler. „Das war ja verboten, es galt als entartete Kunst.“
Wetter

Ljubljana


(12.12.2019 20:05)

-3 / 1 °C


13.12.2019
-4 / 1 °C
14.12.2019
-5 / -1 °C
powered by wetter.com
Börsenberichte

Ecken
LÄNDER
STÄDTE
EUROPA-TOUREN

Agenda - The Week Ahea ...
Agenda - The Week Ahea ...

Afghan Farah Governor ...
Ministry Warns Cinema ...

Deutschland ist im Car ...
Preisgelder der UEFA N ...

Reisegewohnheiten im O ...
Urlaub in Europa ...

Goldene Stadt an der M ...
Polyphone Power aus Fr ...

© europe online publishing house GmbH, Weiden, Germany, info@europeonline-magazine.eu | Impressum