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Postjugoslawischer Musterknabe

Slowenien
Von Jürgen Herda   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Ratspräsidentschaft und Euro-Einführung: Slowenien überholte die mitteleuropäischen Favoriten
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Für die Entwicklung seiner parlamentarischen Demokratie wird der Musterknabe unter den postkommunistischen Staaten international gelobt: Slowenien gelang es in atemberaubender Zeit die ursprünglich als Favoriten gestarteten mitteleuropäischen Länder wie Tschechien, Polen und Ungarn beim Run auf die EU-Erweiterungsrunde 2004 einzuholen und mit der Euro-Einführung Ende 2007 und der erfolgreichen EU-Ratspräsidentschaft Anfang 2008 sogar zu überflügeln.

Seit Ende 2007 gehört Slowenien auch zum Schengener Raum, was ein uneingeschränktes Übertreten der Grenzen der benachbarten EU-Mitgliedsstaaten bedeutet. 2009 hatte Slowenien den Vorsitz des Ministerausschusses des Europäischen Rates. 2010 soll es voraussichtlich Mitglied der OECD werden.

Demokratische Wechsel: Links-Rechts-Links


Das ex-jugoslawische Land feierte 2009 durchaus mit einigem Stolz seine „Volljährigkeit“ – schließlich war die Unabhängigkeitserklärung 1991 gleichbedeutend mit der ersten eigenständigen slowenischen Staatlichkeit, sieht man einmal vom slawischen Fürstentum Karantanien im 7. Jahrhundert ab. In den gut 18 Jahren seiner Eigenständigkeit durchlebte das Land drei politische Seitenwechsel: Zunächst gelang es postkommunistischen Liberaldemokraten (LDS) das Land in die Unabhängigkeit zu führen und wichtige Schlüsselpositionen in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft zu besetzen.

Anschließend folgte ein konservativer Paradigmenwechsel, bei dem sich 2004 eine von der Demokratischen Partei SDS geführte Koalition unter Ministerpräsident Janes Janša zusammen mit den kleineren Partnern NSi, SLS und DeSUS redlich bemühte, eigene Leute in die Schaltzentralen Sloweniens zu hieven. Schließlich gingen etwas überraschend die Sozialdemokraten (SD) bei den Parlamentswahlen im Herbst 2008 knapp als stärkste Partei hervor und bildeten eine Mitte-Links-Koalition unter deren Vorsitzenden und neuen slowenischen Ministerpräsidenten Borut Pahor. Vergleichbar mit Deutschland nimmt der slowenische Präsident, Dr. Danilo Türk, eine bedeutende repräsentative Stellung ein, ohne jedoch mit größeren Kompetenzen ausgestattet zu sein.

Verlässliches Wachstum mit Delle


Die wichtigsten Handelspartner des EU-Mitglieds sind Deutschland, Österreich und Italien. Dem kleinen aber zuverlässigen Partner mit berechenbarer Wirtschaftspolitik und hochqualifizierten Arbeitskräften gelang seit der Unabhängigkeit eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Zwischen 1995 und 2008 verzeichnete Slowenien ein durchschnittliches jährliches Wachstum von vier Prozent. Die Arbeitslosenquote pendelte sich Ende 2008 bei überschaubaren sechs Prozent ein. Doch die Weltwirtschaftskrise ging 2009 auch an dem kleinen Alpenstaat nicht spurlos vorüber. Erstmals musste Slowenien mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukt (BIP) zurechtkommen. Derzeit rangiert das Bruttoinlandsprodukt Sloweniens mit 91 Prozent des durchschnittlichen BIPs auf dem respektablen 16. Platz der 27 EU-Staaten.

Der Dienstleistungssektor stellte 2008 mit fast 64 Prozent des BIP den mit Abstand größten Wirtschaftsfaktor dar – hierzu zählt auch der für das Land bedeutende Tourismus. Die Industrie trägt etwa 26 Prozent zum Wirtschaftsleben bei, das Bauwesen acht Prozent und die Landwirtschaft zwei Prozent. Zu den wichtigsten Industriezweigen gehören das Eisenhüttenwesen, die Eisengießerei, die Automobilindustrie, die Herstellung von Elektrogeräten und Haushaltsgeräten, die Holz- und Textilindustrie, die Pharmaindustrie und die Chemiebranche sowie der Maschinenbau. Augenmerk legen die Slowenen auf die Entwicklung von Zukunftsindustrien im Bereich von Flüssigkristallen, der Nanotechnologie, der Physik, der Medizintechnologie und Pharmazie.

Fakten
 

 

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