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Novi Sad

Serbien, Novi Sad
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Karte von Ratzenstadt von 1745

Rathaus der Stadt
Festung Petrovaradin
Freiheitsbrücke über die Donau
Kirche im Stadtzentrum

"Novi Sad" (, , ; , inzwischen selten, "Neusatz"; ; ) ist die Hauptstadt der nördlicheren serbischen Provinz Vojvodina und das administrative Zentrum des Kreises Južna Bačka.

Die Universitätsstadt besteht aus den Stadtteilen Novi Sad, nördlich der Donau und Petrovaradin, am Fuße der gleichnamigen Festung, südlich der Donau. Laut Volkszählung von 2002 hatte die Stadt Novi Sad 235.165 Einwohner. Srbija-Stanovnistvo-Nacionalna struktura-2002-Statistika, COBISS.SR-ID 132162316 Nach Schätzungen von 2005 lebten in jenem Jahr in der Opština Novi Sad 306.856 Einwohner. Die Stadt liegt auf einer Höhe von 72 bis 80 Metern über dem Meeresspiegel.

Geschichte

Mittelalter
Der Ort ist im Spätmittelalter im dicht besiedelten Komitat des Königreichs Ungarn durch den Bau des Zisterzienser-Kloster Belefons als so genannter kirchlicher Ort entstanden. 1526 wurde der Ort von den Türken erobert. Die 150jährige Herrschaft der Osmanen führte zur Verwüstung und Entvölkerung der Pannonischen Tiefebene. Von den Türken geduldete nomadisierende Südslawen übernahmen bereits bestehende Ortschaften oder gründeten neue Siedlungen. Die damaligen Turbulenzen ließen in der Regel jedoch keine nachhaltigen Siedlungen zu. Nach osmanischen Aufzeichnungen (Defter)von 1590 lebten 105 slawische Familien (wohl vorübergehend) im heutigen Novi Sad.

Habsburger Monarchie
Nach dem Sieg der Österreicher gegen die Osmanen (1697) unter Prinz Eugen bei Zenta und dem anschließenden Friedensvertrag von Karlowitz (1699) musste das Osmanische Reich u.a. die Batschka an Österreich abtreten. Nach Erscheinen des Kaiserlichen Impopulationspatentes („.. zur besseren Auffhelfung, wieder Erhebung und Bevölkerung derselben“) war seitens der Wiener Hofkammer eine sofortige Neubesiedlung der Batschka geplant, die jedoch bald wegen der Vorrangstellung der Militärgrenze (Pantschowa, Temeswar, etc.) zurückgestellt wurde.
1694 errichtete die österreichische Militärverwaltung einen Brückenkopf am gegenüber liegenden Donauufer der Peterwardein-Festung, um den herum eine Siedlung mit Soldaten, Handwerkern und Händlern heranwuchs, die anfangs Racka Varoš (deutsch: Ratzenstadt, alter Name für Serben) und später Peterwardeiner Schanz genannt wurde. Um diesen Brückenkopf herum entwickelte sich eine Siedlung mit rund 1000 slawischen Einwohnern, die heutige Altstadt. In den Anfangsjahren waren es überwiegend Serben, da in der gegenüberliegenden Festung Peterwardein nur Katholiken sich ansiedeln durften. 1716 standen die Osmanen abermals vor Neusatz, wurden allerdings in der Schlacht von Peterwardein von Prinz Eugen vernichtend geschlagen.

Freie Kaiserstadt Neoplanta
Am 1. Januar 1748 verlieh Kaiserin Maria Theresia der Stadt die Rechte einer "Freien Kaiserstadt" und nannte sie "Neoplanta" (latein.). ("Nominentur Neoplanta", nennen wir es fortan Neoplanta), ungarisch: Új-Vidégh, deutsch: Ney-Satz, serbisch: Novi Sad, bulgarisch: Mlada Loza.
Gerüchten zufolge sollen sich die Handwerker und Händler den Status der Freien Kaiserstadt für 80.000 Forint von der Kaiserin abgekauft haben, da sie nicht länger Bewohner einer Militärsiedlung, sondern Bürger einer freien Handelsstadt sein wollten.
Novi Sad entwickelte sich rasch zu einem wirtschaftlichen und vor allem kulturellen Zentrum der Serben. 1765 wurde das erste orthodoxe Priesterseminar eingerichtet. Im gegenüberliegenden Nationalpark Fruška Gora gibt es 17 serbisch-orthodoxe Klöster. 1810 wurde das serbische Gymnasium eröffnet.
Vuk Stefanović Karadžić schrieb 1817, dass Novi Sad die größte serbische Stadt weltweit sei. 1820 hatte Novi Sad 20.000 Einwohner, darunter zwei Drittel Serben. Belgrad erreichte diese Einwohnerzahl erst im Jahre 1853.
Novi Sad war ein Standort der k.u.k. Armee, hier waren das III. Bataillon des Infanterie Regiments Nr. 20, das IV. Bataillon des Infanterie Regiments Nr. 6 sowie Teile des k.k. Landwehr Infanterie Regiments Nr. 32 stationiert. Am Anfang des 20. Jahrhunderts stellten Deutsche nach Ungarn und Serben die drittstärkste Bevölkerungsgruppe in der Stadt.
Königreich Jugoslawien
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges fiel das Gebiet um Novi Sad an das neu errichtete "Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen", das sich ab 1929 Königreich Jugoslawien nannte.
Zweiter Weltkrieg
In der Zeit von 1941 bis 1945 war die Stadt vom zu den Achsenmächten gehörenden Ungarn besetzt. In Novi Sad ließ der ungarische Befehlshaber General Ferenc Feketehalmy-Czeydner vom 21. bis 23. Januar 1942 1246 Zivilisten erschießen, darunter waren 809 Juden, 375 Serben, 8 Deutsche und 18 Ungarn. Mehrere hundert Zivilisten wurden unter das Eis der zugefrorenen Donau geworfen und ertränkt. By Nicholas Wood and Ivana Šekularac, Published October 1, 2006 The New York Times

Bombardements der Nato
Novi Sad war während des Kosovo-Krieges 1999 Ziel von Luftangriffen durch die NATO, wobei unter anderem alle Donaubrücken, das Rundfunkgebäude und die Raffinerie zerstört wurden. Der Verkehr über die Donau wurde mehr als sechs Jahre lang über eine Pontonbrücke abgewickelt, die nur dreimal wöchentlich für Schiffe geöffnet wurde. Erst seit der Wiedereröffnung der so genannten Freiheitsbrücke am 11. Oktober 2005 ist die Schifffahrt wieder ungehindert möglich.

Kultur und Bildung
Novi Sad ist die Heimat der ältesten serbischen Institution für Kunst und Wissenschaft, der Matica Srpska, die 1826 in Budapest gegründet und 1864 nach Novi Sad transferiert wurde.

Die Universität Novi Sad (mit Außenstellen in Subotica, Zrenjanin und Sombor) wurde 1960 ins Leben gerufen. Sie umfasst heute 13 Fakultäten, in denen etwa 38.000 Studierende eingeschrieben sind.

Das Nationaltheater in Novi Sad wurde 1861 gegründet.

In Novi Sad hat auch das „Zentrum für Kriegstraumatisierte“ seinen Sitz. Es versucht Kriegstraumatisierten bei der Verarbeitung ihrer Erlebnisse zu helfen.

Auf der Festung Petrovaradin findet mit dem EXIT seit 2000 alljährlich das größte Festival Serbiens statt.

Das Kloster Kovilj liegt in der nahegelegenen Ortschaft Kovilj.

Persönlichkeiten

"Söhne und Töchter"

*Vlada Avramov, Fußballspieler
*Đorđe Balašević, Sänger
*Nataša Bekvalac, Sängerin
*Dara Bubamara, Sängerin
*Mirna Jukić (*1986), österreichische Schwimmerin
*Josef Lapid, israelischer Politiker und Justizminister
*Svetislav Pešić, Basketball-Spieler und -Trainer
*Aleksandar Radenkovic, Schauspieler
*Milan Savić, Schriftsteller
*Monica Seles, Tennisspielerin
*Milan Stepanov, Fußballspieler
*Aleksandar Tišma, Schriftsteller
*Sandor Tot, Poolbillardspieler
*Gojko Kačar, Fußballspieler

artnerstädt
* Modena, Italien, (1974)
* Norwich, England, (1989)
* Dortmund, Deutschland, (1982)
* Changchun, Volksrepublik China, (1981)
* Helioupolis, Griechenland, (1994)
* Budva, Montenegro, (1996)
* Banja Luka, Bosnien und Herzegowina
* Timişoara, Rumänien, (2005)


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 23.10.2019 17:04 von den Wikipedia-Autoren.
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