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Muri bei Bern

Schweiz, Muri bei Bern
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Muri bei Bern - eingebettet zwischen Aare und Dentenberg
Aarebad Muri mit Aare im Hintergrund
"Muri bei Bern" (oft auch "Muri-Gümligen") ist eine politische Gemeinde im Amtsbezirk Bern des Kantons Bern in der Schweiz.

Geographie
Die Gemeinde setzt sich aus zwei klar gegliederten Teilen zusammen, die bevölkerungsmässig mit je ca. 6"000 Einwohnern gleich gross sind. Es sind dies die Ortschaft Muri, welche der Gemeinde seit alters den Namen gab, und die Ortschaft Gümligen.

Die Fläche des Gemeindegebiets beträgt 760 Hektaren, davon sind 150 Hektaren bewaldet, 190 Hektaren Äcker und Wiesen und 339 Hektaren Land in der Bauzone. Der höchste Punkt befindet sich auf 727 Metern auf dem Dentenberg, die tiefste Stelle liegt auf 508 Metern an der Aare.

Nachbargemeinden sind Allmendingen, Belp, Bern, Kehrsatz, Köniz, Ostermundigen, Stettlen, Vechigen und Worb.

Geschichte
Funde auf dem Schlosshügel, 1832 bei Ausgrabungen zutage gefördert, weisen nach, dass Muri schon zur Römerzeit besiedelt war. Urkundlich taucht der Name, nach heutigem Wissen, erstmals 1180 als "Mure" auf, als ein Pfarrer Burkhard aus der Gemeinde mit vermögenden Bürgern Geschäfte tätigte.

Damals gehörte Muri noch zur Herrschaft Geristein, die mehr als 100 Jahre später, 1298, von der Stadt Bern erobert wurde. Die Herrschaft setzte sich aus den vier sogenannten Kirchspielen Bolligen, Muri, Stettlen und Vechigen zusammen. Als die aufstrebende Stadt Bern ihre erste Eroberung machte, liess sie den Gemeinden die überlieferten Rechte unangetastet und legte damit den Grundstein zur weitgehenden bernischen Gemeindeautonomie.

Über Jahrhunderte lebten die Einwohner der Gemeinde in relativ stabilen Verhältnissen, an denen die riesigen Veränderungen der europäischen und schweizerischen Geschichte scheinbar spurlos vorbeizogen.

Eine vollständige strukturelle und gesellschaftliche Umwandlung setzte erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein. Sie war die Folge der Industrialisierung und des Zuges von der Stadt aufs Land. So wuchs die Einwohnerzahl der Gemeinde im Jahrzehnt 1920-1930 von 2435 auf 3938 oder um seither nie mehr erreichte 62 Prozent an.

Sehenswürdigkeiten/Freizeit
* Das Aarebad Muri bietet die Möglichkeit, in der angrenzenden Aare zu schwimmen
* Schloss Muri (Privatbesitz)
* Schloss Gümligen (Privatbesitz)
* Villa Mettlen
* Kirche Muri
* Kirche Gümligen
* Auguetbrücke
* Das Naturschutzgebiet an der Aare dient den Gemeindebürgern als Naherholungsgebiet
* Zwischen Belp und Köniz existiert die noch einzige Fähre zwischen Bern und Thun über die Aare

Bevölkerung
Am 31. Dezember 2006 lebten 12587 Menschen in Muri, der Ausländeranteil betrug 9.5 %. Bei der Volkszählung 2000 gaben 88.93 % der Bevölkerung Deutsch als Hauptsprache an, 3.05 % Französisch und 1.48 % Englisch. 18.2 % der Einwohner waren zwischen 0 und 19 Jahre alt, 61.3 % zwischen 20 und 64 Jahre und 20.5 % älter als 64 Jahre.


Politik
Grosser Gemeinderat
Der Grosse Gemeinderat ist die Legislative der Gemeinde Muri bei Bern. Er umfasst 40 Mitglieder und wird alle vier Jahre im Proporzsystem gewählt.
*Evangelische Volkspartei: 2 Sitze
*Freisinnig-Demokratische Partei: 14 Sitze
*Forum: 7 Sitze
*jungfreisinnige muri-gümligen (jfmg): 2 Sitze
*Sozialdemokratische Partei: 8 Sitze
*Schweizerische Volkspartei: 7 Sitze
(Stand 2008)

Gemeinderat
Der Gemeinderat ist die Exekutive der Gemeinde Muri bei Bern. Er zählt sieben Mitglieder. Mit Ausnahme des Gemeindepräsidenten (Hans-Rudolf Saxer FDP) arbeiten die Gemeinderäte nebenamtlich. Der Gemeinderat wird alle vier Jahre im Proporzsystem gewählt (gleichzeitig wie der Grosse Gemeinderat). Der Gemeindepräsident wird im Majorzverfahren gewählt.

Wirtschaft
2006/7 untersuchte der Handels- und Industrieverein des Kantons Bern die wirtschaftlichen Standortqualitäten von 48 grösseren Gemeinden der Agglomerationen Bern und Biel-Seeland. Im 1. Rang war Belp, gefolgt von Ittigen, Köniz und Muri. Muri ist bekannt als "Steuerparadies" des Kantons Bern.

Neuen Unternehmungen stehen Standorte mit genehmigten Überbauungsordnungen zur Verfügung. Die Areale "Bahnhof Gümligen" und "Gümligenfeld" sind kantonale Entwicklungsschwerpunkte. Unternehmen mit Sitz in Muri bei Bern sind die Cisalpino AG (Personenzugverkehr), Haco (Nahrungsmittel), Rehau (Polymerverarbeitung) und die RBA-Holding (Regionalbanken).

erkeh
"Ds Blaue Bähnli" auf dem Casinoplatz in Bern
Die Gemeinde Muri ist sehr gut durch den öffentlichen Verkehr erschlossen. Der Ortsteil Gümligen besitzt einen S-Bahnanschluss, sodass man innerhalb von 10 Minuten am Bahnhof Bern ist. Und von Muri aus dauert die Fahrt mit der RBS-Linien G zum Berner Zytglogge auch nur 10 Minuten.
*S-Bahn Bern: Linien S1 und S2
*RBS: Linien G ("Ds Blaue Bähnli"), 40 und 44
*Moonliner: Linien M4 und M15
*Bernmobil: Linien 19 und 3
*Autobahn A6/A10

Bildung
Schulanlage Seidenberg
In der Gemeinde Muri bei Bern gibt es sechs Schulhäuser (Volksschule). Daneben existieren zwei Privatschulen, die im Unterricht den obligatorischen Schulstoff in englischer Sprache vermitteln. Eine davon ist die International School of Berne.

Sport
Der Handballverein BSV Bern Muri spielt in der Nationalliga A der Swiss Handball League. Seine Heimspiele trägt der Verein teils in der Wankdorfhalle Bern, teils in der Mooshalle Gümligen aus. Fussballerisch gibt es den Verein FC Muri-Gümligen, der in der 3. Liga spielt. Ausserdem befindet sich der Hauptsitz des Schweizerischer Fussballverbands das "Haus des Schweizer Fussballs" in Muri.

Literatur
* Einwohnergemeinde Muri bei Bern: "Muri bei Bern: eine Gemeinde, zwei Dörfer". 1993


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 18.09.2019 11:36 von den Wikipedia-Autoren.
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