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Die Programme von Le Pen und Macron im Vergleich

Deutschland
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Paris (dpa) - Sie haben völlig konträre Ansichten zu EU und Globalisierung: Die Programme der französischen Präsidentschaftsfinalisten Emmanuel Macron und Marine Le Pen unterscheiden sich stark. Ein Vergleich:

EINWANDERUNG

Le Pen: Die Rechtspopulistin will die Einwanderung drastisch einschränken und die Bedingungen des Asylrechts einschränken. Wer illegal nach Frankreich kommt, soll keine Chance auf Legalisierung und Staatsbürgerschaft haben.

Macron: Er will lokale Integrationsprogramme schaffen. Am aktuellen Flüchtlingskurs will er festhalten. Asylanträge sollen in höchstens sechs Monaten bearbeitet werden.

EUROPA:

Le Pen: Sie will die Euro-Währung verlassen und raus aus dem Schengen-Raum für Reisen ohne Grenzkontrollen. Außerdem verspricht sie ein Referendum über die EU-Mitgliedschaft Frankreichs.

Macron: Der Ex-Wirtschaftsminister will die Eurozone in einer engen Partnerschaft mit Deutschland reformieren. Die Eurozone soll einen eigenen Haushalt, ein Parlament und einen Finanzminister bekommen.

SICHERHEIT:

Le Pen: Ausweisung von ausländischen Straftätern und Menschen, die von Behörden als islamistische Gefährder eingestuft werden. Sie plant die Einstellung von 15 000 Polizisten und 40 000 neue Gefängnisplätze.

Macron: Er will 10 000 neue Polizisten einstellen und 15 000 Gefängnisplätze schaffen. Er will die Arbeit der Geheimdienste im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bündeln.

WIRTSCHAFTS-, SOZIAL- UND FINANZPOLITIK:

Le Pen: Sie will zur Rente mit 60 statt 62 zurückkehren und weniger Steuern für Geringerverdiener. Produkte von Firmen, die Fabriken ins Ausland verlagern, sollen mit 35 Prozent besteuert werden.

Macron: Der Ex-Wirtschaftsminister will das Land wettbewerbsfähiger machen, 120 000 Stellen im öffentlichen Dienst abbauen und in fünf Jahren 60 Milliarden Euro einsparen.

Fakten
 

 

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